Pfändungsfreies Einkommen muss genau überprüft werden

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Damit ein Arbeitgeber pfändungsfreies Einkommen seines Arbeitnehmers ermitteln kann, der einer Lohnabtretung beziehungsweise einer Lohnpfändung ausgesetzt ist, kann er die sogenannte Pfändungstabelle heranziehen. Dort sind die Pfändungsfreigrenzen abhängig vom Einkommen aufgelistet. Wenn es sich um Unterhaltsschulden handelt, gelten allerdings andere Sätze, als in der sogenannten normalen Pfändungstabelle aufgeführt sind. Denn die Pfändungsfreigrenze hinsichtlich unterhaltspflichtiger Schuldner liegt viel niedriger als in der normalen Pfändungstabelle. Beispiele für Unterhaltsleitlinien sind die Berliner Tabelle oder die Düsseldorfer Tabelle. Auch daraus kann man pfändungsfreies Einkommen ersehen und ermitteln, wie viel vom Gehalt eines Schuldners gepfändet werden darf oder nicht.

Wenn eine Lohnabtretung beziehungsweise eine Lohnpfändung ansteht, kommt der Arbeitgeber nicht daran vorbei, diese auch durchzuführen, da er gesetzlich zur Lohnpfändung verpflichtet ist. Dennoch sollte man jede Lohnpfändung genauestens kontrollieren, da die pfändbaren Beträge häufig nicht korrekt sind und so zum Nachteil der Arbeitnehmer ermittelt werden. Denn wenn der Arbeitnehmer unterhaltspflichtige Personen zu versorgen hat, muss dies bei der Pfändung berücksichtigt werden. Dahingehendes pfändungsfreies Einkommen beinhaltet die Pfändungstabelle. Ein Arbeitgeber darf nicht selbstständig etwaiges Einkommen der Unterhaltspflichtigen des Arbeitnehmers berücksichtigen, und dann entsprechende Abzüge bei der Lohnpfändungsgrenze vornehmen. Nur wenn dies die Gläubiger bei der Justiz beantragt haben und solch ein Antrag positiv beschieden wurde, muss dies in die Tat umgesetzt werden.

Im Arbeitsvertrag können auch Sondervergütungen gesetzlich gewährt beziehungsweise zusätzlich zum regulären Gehalt vereinbart worden sein. Einige davon dürfen bei der Pfändung berücksichtigt werden, andere nur teilweise oder gar nicht. Geldwerte Vorteile für die Privatnutzung eines Dienstwagens, Essenszuschüsse, Zuschläge für Feiertags- und Sonntagsarbeit sowie Zuschläge für Schicht- und Nachtarbeit sind voll pfändbar. Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

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